Mad Sin: "I Shot The Sheriff" (2003) |
I shot the sheriff, but I did not shoot the deputy, oh no. Mad Sin ist eine Psychobilly-Band aus Berlin, die 1987 von Köfte alias Mourad Markus Calvies (Vocals, Drums), Stein alias Thorsten Hunaeus (Guitar) und Holly alias Stephan Höhne (Double Bass) gegründet wurde. Das Debütalbum "Chills And Thrills In A Drama Of Mad Sins And Mystery" erschien 1988 beim Hamburger Label Maybe Crazy Records. Köfte oder Köfte DeVille, wie er sich auch nennt, ließ das Schlagzeugspielen bald sein und konzentrierte sich auf den Gesang. Die Drummer*innen wechselten in der Folge von Album zu Album. Der Song "I Shot The Sheriff" ist auf dem 2003 beim Label Vinyl Japan erschienenen Album "Teachin' The Goodies, Lesson One" zu finden. Es wurde in der Besetzung Köfte (Vocals), Stein (Guitar), Tex Morton alias Peter Hajunga (Steel Guitar, Guitar), Holly (Double Bass) und Andy Laaf (Drums) eingespielt. "Teachin' The Goodies, Lesson One" besteht nur aus Coverversions, yeah. "I Shot The Sheriff" von Bob Marley, "Saturday Night" und "Let's Fuck" von den Dwarves oder "London Dungeon"! von den Misfits. Es gab auch ein kurzes Zwischenspiel der Band beim Majorlabel Polydor, dort erschien 1998 das Album "...Sweet & Innocent? ...Loud & Dirty!" und dabei blieb es auch, Polydor zahlte die Band aus und löste den Vertrag wieder auf. Das nächste Album "Survival Of The Sickest!" 2002 erschien dann beim kleinen Label 'I Used To Fuck People Like You In Prison' Records aus Dortmund. Zuletzt erschien von Mad Sin beim Label Century Media 2020 das Album "Unbreakable". Aktuell besteht die Band aus Köfte DeVille, Andi Kandil (Guitar), Valle Mortal (Double Bass) und KO Ristolainen (Drums). Psychobilly ist eine punkige Spielart des guten alten Rockabilly, oft mit Inhalten aus alten Horror-B-Movies angereichert, die aber durchaus nicht nur witzig sein wollen, sondern auch gesellschaftskritische Inhalte zum Ausdruck bringen. Allzu ernst, Bierernst, sollte man nicht an die Sache herangehen, aber mit dem nötigen ernsten Interesse, damit man die oft tolle Musik auch mit Freude und Respekt hören kann. Ich mag Psychobilly und auch alte Horror-B-Movies, yeah. I shot the sheriff, but I did not shoot the deputy, oh no. Hört euch ein bisschen Psychobilly an, yeah. Ich hänge da jetzt noch 10 Songs zum Einhören dran, da gehts nicht um die 10 besten, sondern einfach um 10 tolle Billysongs. Anfangen sollte man jedenfalls mit Hasil Adkins und seinem Song "Sally Wally Woody Waddy Waddy Weedy Wally" 1990, hmm, dann greifen wir zu den Cramps und "Eyeball In My Martini" 1991. Weiter gehts mit "(I'm Sorry Mama) I'm A Wild One" 2002 von den 5.6.7.8's, "Goddamn Blue Yodel 7" 2000 von Slim Cessna's Auto Club, "The Girl From Baltimore" 1980 von den Fleshtones, "Les Costume Violet" 1990 von Les Wampas, "Walking Through A Cemetery" 1998 von den Monsters, "The Devil's Chasing Me" 1993 von Reverend Horton Heat, "Uncle Sam" 1986 von Torment und zum krönenden Abschluss "Raise A Little Hell" 2015 von Reverend Peyton's Big Damn Band. Yeah, Psychobilly ist einfach tolle Popmusik. 24.08.2026 |