Das fröhliche Wohnzimmer:
Expose Yourself To Me
CD 1986, Euro 5,-


 

 

DAS FRÖHLICHE WOHNZIMMER
Expose Yourself To Me

rowing with the wind (2:25)
one 2 three, three 2 one (2:58)
fat dog (4:16)
foolish drunken (3:00)
alcoholic poisoning (1:32)

i am the walrus (3:32)
the sexual life of frankenstein (5:02)
old blade (3:21)
sex gorillas (5:41)

old blade (acoustic version) (4:19)
and the sea never ends (3:33)
the electric goose (2:55)
atom-atom-atomic (3:02)
the boogie man will get you (1:51)
mad boy no.2 (3:11)
whipped cream (1:34)
but love must not go short (1:15)

teenage dream (5:36)
expose yourself to me (2:42)
perfumed bodypowder (2:18)
fat dog (reprise) (1:33)
allright-allwrong (acoustic version) (2:32)

1986

Dr. Strangelove (Ilse Kilic)
Fem Diriö (Bernhard Kölbersberger)
Gai Saber (Fritz Widhalm)

D.F.W.-Records + .werkschaft

rowing with the wind: instrumental. blockflöte, gitarre und im letzten drittel ein bisschen schlagwerk, hm, vielleicht werden diese percussiven töne auch mit der gitarre, wäre möglich. anfangs melancholisch, gerät aber zunehmend ins wanken und... ...säuft ab. vielleicht hat der song mit dem film „rowing in the wind“ zu tun, eine story rund um den genfer see mit lord byron, percy bysshee shelley, mary shelley und der entstehung von frankensteins monster. schaurig schön.
one 2 three, three 2 one: fritz zählt, bernhard singt „moving lights”, ilse singt „closing time“ und der bass brummt dazu, das ist alles und: „das ist super!“
fat dog: ein song über dicke hunde, lachende abgründe, bluttrinkende löcher und schlafende katzen. fritz spricht und singt, während die musik vorwärts und rückwärts rattert und immer wieder mal die geschwindigkeit wechselt. klingt merkwürdig, funktioniert jedoch bestens.
foolish drunken: der am meisten aufgeführte song des wohnzimmers. hier die urfassung. bernhard singt die strophen, ilse den refrain und fritz äfft die jeweils letzte zeile nach. eine blechtrommel hüpft flott vorwärts und die mundharmonika spielt den blues. die aufnahme klingt nach transitorradio: „flirting smoking crying joking“!
alcoholic poisoning: ein kurzes instrumentales nachspiel von „foolish drunken“. blechtrommel und mundharmonika, thats it!
i am the walrus: gelungenes beatlescover mit lustigen walrossgesängen und am schluss gibts applaus applaus applaus. danke wohnzimmer.
the sexual life of frankenstein: eine wunderschön brummige tonbandschleife für die ewigkeit. leider wird sie nach fünf minuten ausgeblendet.
old blade: ein song über großmäuler ohne augen, nasen und ohren, die nur banknoten im hirn haben und irgendwie blöd vor lauter angst sind. blöckflöte, gitarre und trommel: „masturbation is the trump“. ein popsong vom feinsten.
sex gorillas: dichter gitarrenurwald und männliche balzgesänge. sex gorillas eben.
old blade (acoustic version): fritz singt old blade zur akustischen gitarre, der rhythmus wird auf die tischplatte geklopft. auch eine möglichkeit und gar keine schlechte.
and the sea never ends: bernhard und fritz als seebären und ilse lockt sie mit sirengesängen in die unendlichen weiten der see. eine art sea shanty.
the electric goose: instrumental. gitarre, bass und schlagwerk üben sich im gänsemarsch.
atom-atom-atomic: hypnotischer popsong mit gitarre, blecktrommel, drei stimmen und am schluss wird auch noch kräftig in die mundharmonika geblasen. herz was willst du mehr?
the boogie man will get you: instrumental. gitarre und schlagzeug schleichen durchs dunkle zimmer und die blockflöte quietscht ängstlich. gleich wird sie der boogie man holen!
mad boy no.2: sehr schönes kevin-coyne-cover.
whipped cream: ilse nascht schlagsahne.
but love must not go short: ilse und fritz singen zur klavierbegleitung über die liebe. leider zu kurz um schön zu sein.
teenage dream: marc-bolan-cover. nicht unbedingt für t.rex-fans geeignet. vom sound her eher industrial als glam. fritzens gesang ist wundervoll hysterisch.
expose yourself to me: neben „foolish drunken” der zweite grosse wohnzimmer-pop-hit auf dieser cd.
perfumed bodypowder: ein song über nacktheit und den biss in den apfel. paradiesisch.
fat dog (reprise): instrumental. kurze überdrehte „fat dog“-reprise.
allright-allwrong (acoustic version): eine von fritz gesungene version. akustische gitarre und füssestampfen. die originalversion ist auf der wohnzimmer-cd „look out, there’s a monster coming“ nachzuhören. fritzens stimme bringt die ironie des textes besser rüber, dafür ist die version mit ilses gesang um vieles popiger.

ja, eine cd voller wunderschöner songs, insgesamt vielleicht ein bisschen zu vollgeladen, mein tipp: „wie eine doppel-cd hören, heute elf songs und morgen die anderen elf“. ich freu mich schon auf die nächste wohnzimmer-cd „this little world“, also: „bis zum nächsten mal“. euer konrad!